Ich wurde bei den 51. Internationalen Hofer Filmtagen für LUX – Krieger des Lichts mit dem Heinz-Badewitz-Preis für das beste Regiedebüt ausgezeichnet. Hier die für mich ganz wundervolle Laudatio der Jury (Alfred Holighaus, Rainer Hübsch, Linda Söffker) im Wortlaut:

Regisseur Daniel Wild traut sich, das übermächtige Superhelden-Genre in eine Berliner Kiez-Geschichte zu übersetzen, in der es um die einfachen und wichtigen Dinge des Lebens geht. Und er entfernt sich damit weniger von diesem Genre, als man auf den ersten Blick meinen mag.

Torsten ist schüchtern und ein Idealist. Er braucht für seine ganz kleinen, aber unglaublich sympathischen guten Taten eine Maske und eine erfundene Identität: LUX – KRIEGER DES LICHTS. Ihn selbst macht das – ganz im Sinne der Superhelden-Stories aus dem Hause Marvel – zum geheimnisvollen Unbekannten. Für die Medien ist er spannend. Aber auf Dauer sind seine Heldentaten nicht spektakulär genug. Ein Filmteam, das seine Aktionen dokumentieren will, wird schleichend, aber konsequent zum Regisseur seines Alltags. Und Torsten verliert in jeder Beziehung die Kontrolle.

Daniel Wild erzählt diese Geschichte mit inszenatorischer Sicherheit und einem bemerkenswerten Stilwillen, der auch das genretypische Dilemma des Helden nicht aus den Augen verliert. Eindringliche Bilder, ein hochinteressantes Personal und ein exzellentes Gespür für filmisches Timing (sprich: Montage) machen LUX – KRIEGER DES LICHTS zu einem Debüt, das man einfach nicht übersehen kann.

 

Und hier noch ein sehr schöner Beitrag zu Lux – Krieger des Lichts des Filmmagazins kinokino zu den 51. Internationalen Hofer Filmtagen:

Die ganze Sendung zu den Hofer Fiilmtagen 2017 findet sich hier:

https://www.br.de/mediathek/video/kinokino-extra-51-internationale-hofer-filmtage-av:59f611477bd8c40018ea0b57?t=9s