Auszeichnungen | Lux – Krieger des Lichts

Heinz-Badewitz-Preis:

Ich wurde bei den 51. Internationalen Hofer Filmtagen für LUX – Krieger des Lichts mit dem Heinz-Badewitz-Preis für das beste Regiedebüt ausgezeichnet. Hier die für mich ganz wundervolle Laudatio der Jury (Alfred Holighaus, Rainer Hübsch, Linda Söffker) im Wortlaut:

Regisseur Daniel Wild traut sich, das übermächtige Superhelden-Genre in eine Berliner Kiez-Geschichte zu übersetzen, in der es um die einfachen und wichtigen Dinge des Lebens geht. Und er entfernt sich damit weniger von diesem Genre, als man auf den ersten Blick meinen mag.

Torsten ist schüchtern und ein Idealist. Er braucht für seine ganz kleinen, aber unglaublich sympathischen guten Taten eine Maske und eine erfundene Identität: LUX – KRIEGER DES LICHTS. Ihn selbst macht das – ganz im Sinne der Superhelden-Stories aus dem Hause Marvel – zum geheimnisvollen Unbekannten. Für die Medien ist er spannend. Aber auf Dauer sind seine Heldentaten nicht spektakulär genug. Ein Filmteam, das seine Aktionen dokumentieren will, wird schleichend, aber konsequent zum Regisseur seines Alltags. Und Torsten verliert in jeder Beziehung die Kontrolle.

Daniel Wild erzählt diese Geschichte mit inszenatorischer Sicherheit und einem bemerkenswerten Stilwillen, der auch das genretypische Dilemma des Helden nicht aus den Augen verliert. Eindringliche Bilder, ein hochinteressantes Personal und ein exzellentes Gespür für filmisches Timing (sprich: Montage) machen LUX – KRIEGER DES LICHTS zu einem Debüt, das man einfach nicht übersehen kann.

 

Sehsüchte Drehbuchpreis 2015:

Für eine mittel-frühe Fassung des Buches von LUX erhielt ich 2015 beim 44. Internationalen Studentenfilmfestival Sehsüchte den Drehbuchpreis. Das sagte die Fachjury bestehend aus der Produzentin Nina Philipp, der ZDF-Redakteurin Nina Manhercz und dem Dramaturgen Gunther Eschke:

In der grandiosen Mockumentary wird die Geschichte von Real Life Superhero Torsten erzählt, den ein zwielichtiger Produzent zum Medienstar machen will. Mit viel Humor persifliert Daniel Wild dabei die von Sensations- und Profitgier getriebene Fernsehlandschaft und übt intelligente Kritik an vermeintlichem ‘Reality’-TV. Der Autor begeistert durch viel Kreativität sowie pointierte Dialoge und überrascht schließlich mit einer ungeahnten Wendung.
http://2015.sehsuechte.de/gewinnerfilme-2015/

Da wir für die Finanzierung des Films leider keinerlei Förderungen zugesprochen bekamen, hatte mir die damalige Auszeichnung mit dem Drehbuchpreis wirklich Mut gemacht, dranzubleiben und weiter an das Projekt zu glauben, auch wenn die Anträge bei den üblichen Förderanstalten alle abgelehnt worden waren. Ich bin der Jury und dem Festival dahingehend also gleich im doppelten Sinne dankbar; nicht nur für den Preis auch als Mutmacher.